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Central Park - 'die' Münchner Progressive Rock-Legende der 80er Jahre ist zurück - in Originalbesetzung! Unangepasst wie eh und je transformieren sie den progressiven Geist von damals ins Hier und Jetzt. Central Park 1983 Gegründet 1983 spielte sich die Band bis zum Split 1989 "an die Spitze der deutschen Progrock-Liga" (Keys).

2006 die völlig unerwartete Reunion, begleitet von der Veröffentlichung des CD/DVD-Doppeldeckers "unexpected".unexpected Die Vorbilder sind schnell ausgemacht: ELP, Genesis, Yes, Deep Purple und Pink Floyd, "kopiert wird allerdings zu keiner Zeit, die Band glänzt durch viel Eigenständigkeit" (Empire). "Hipster Vicent Gallo hätte seine Freude am majestätischen Debüt" (Kultur Spiegel). "Eine Mixtur aus Hymnik, komplexer Rhythmik und Power-Bombast, die ELP weiterdenkt" (Wom Magazin). "3 Sterne" vom Rolling Stone und "ein herzliches Willkommen zurück, Central Park!" (Home of Rock).

Central Park is back - mit der Magie von damals und den nie veröffentlichten Original-Aufnahmen jener Zeit (1985-1989). "Es gilt, diesen Prog-Schatz zu heben" (Eclipsed).

Expect the unexpected - expect Central Park!

Unexpected - völlig unerwartet kam der CD/DVD-Doppeldecker in die Läden. "Gegründet 1983, Debütalbum 2006 - das soll uns erstmal einer nachmachen" grinst Artur Silber, Mitbegründer, Produzent und Artur Silbervor allem Schlagzeuger von Central Park. Die 80er Jahre waren offensichtlich noch nicht reif genug, 2006 ist das passende Jahr für eines der gelungensten Band-Reunions der deutschen Prog-Szene.

Drehen wir die Zeit zurück: 1983 haben Artur Silber und Tastenspezialist Jochen ScheffterJochen Scheffter Lust auf ein fortschrittliches Bandprojekt. Und da sich beide schon von früh an für die Musik von z.B. Emerson, Lake & Palmer, Yes, King Krimson, Gentle Giant, Deep Purple etc. begeistert haben, hieß es nun: "Wenn schon, denn schon!" Central Park war aus der Taufe gehoben und mit Sänger Heiko Möckel, hochtalentiert und damals gerade 19 Jahre jung, dem bekannten Szene-Gitarristen Hans Ochs und dem Bassisten York von Wittern bestens zusammengestellt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Namen war interessanterweise Jürgen Marcus behilflich, der zu dieser Zeit in Silbers' und Scheffters' DownTown Studio produzierte und dieses "Problem" mitbekam. "Nennt Euch doch einfach Central Park, das klingt international und nach etwas Großem und Buntem...". So startete die Band mitten in der Rennaisance des Prog-Rock, die sich ab Anfang der 80er mit Bands wie Marillion, Asia, Saga und IQ wieder nahtlos an der Tradition der Ur-Bands aus den 60ern anreihte: Komplexe Kompositionen und opulentes Arrangement.

Wer also mehr als Wisch-und-Weg-Pop oder Mainstream erleben möchte, wird im Konzert schnell auf seine Kosten kommen: Bereits der Opener "Face the Space" lädt ein zur Reise in die Welt des Bombast und Anlehnungen an die Klassik. Hans Ochs "Recycling" verdeutlicht das frühe Interesse der Band an Umweltpolitik und ist nach den vielen Jahren (der Titel entstand 1985) leider brandaktuell geworden, wie die zahlreichen Natur- und Technikkatastrophen der jüngsten Vergangenheit beweisen. Aber auch die Politik jener Zeit war ein Thema, dem man sich mit Engagement gewidmet hat: "Sleep on Mr. President" beschäftigte sich mit der Entscheidung des amerikanischen Volkes, Bush senior abzuwählen. Irgendwie passt der Text nun auch auf seinen Sohn ("To push the botton seemed to be his only sense in life..."). Highlight des Gigs ist sicher das 25minütige epische Werk "Don't look back", das in fünf unterschiedliche Teile gegliedert ist und auf seine Weise an die "klassische Phase" des Prog erinnert. Erzählt wird die Sage von Orpheus und Eurydike: Nach ihrem Tod steigt Orpheus in die Unterwelt, um durch seinen Gesang und das Spiel seiner Lyra den Gott Hades zu bewegen, sie ihm zurück zu geben. Seine Kunst war so groß, dass ihm dies tatsächlich gewährt wurde - jedoch unter der Bedingung, dass er beim Aufstieg in die Oberwelt voran gehen und sich nicht nach ihr umschauen darf...

Scheffters' akustische Malerei der Unterwelt (die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1989)Heiko Möckel sollte als B-Seite der krönende Höhepunkt für das seinerzeit bevorstehende Vinyl-Album sein, das beim renommierten Plattenlabel Chrysalis zur Veröffentlichung geplant war. Nur wenige Tage vor Vertragsabschluss verließ Heiko Möckel die Band aus persönlichen Gründen. Die Band bricht auseinander, nach zig Konzerten und bestem Medienfeedback gehen die Lichter aus! Vorerst... Nun, 17 Jahre später der überraschende Re-Start, an dem Rick Wakeman nicht ganz "unschuldig" ist: Artur und Jochen wurden vom englischen Label "Classic Pictures" (Artur promotete seinerzeit die DVD "Yesspeak") zum YES-Gig in die Münchner Olympiahalle eingeladen, inklusive "meet & greet" nach der Show. Beim relaxten Plausch mit Rick und Drummer-Kollege Alan White konnte Artur es sicht nicht verkneifen zu sagen, dass er der Band die Musik, wie soeben entspannt und mit sichtlich viel Spaß dargeboten, jetzt erst richtig abnehme. Vor 30 Jahren kam das Ganze trotz Gigantomanie nicht so überzeugend rüber. Rick sagte spontan, aber spürbar überrascht von Arturs Statement: "That's exact what the band feels".

Auf dem Weg zum Parkplatz fragte Artur Jochen "ob wir 'alten Säcke' nicht auch wieder Lust auf eine Reanimierung von Central Park haben". Ein klares "Ja" seinerseits und zwei weitere klare "Ja's" am nächsten Tag von Hans und YorkYork von Wittern. Man möchte es kaum glauben, aber als sich die Band im Herbst 2005 wieder zusammentut und auf der Suche nach einem neuen Sänger ist (der Kontakt zu Heiko besteht seit über 10 Jahren nicht mehr), ruft dieser wie "ferngesteuert" aus seiner neuen Heimat Köln bei Artur im DownTown an: "Wie geht's, was gibt's Neues? Ich komme in zwei Tagen nach München. Wollen wir uns sehen?" Das Wiedersehen findet mit Allen im alten Proberaum, der immer noch existiert, statt. Ein Gesangs-Mikrophon wird angeschlossen, die Verstärker und die Hammond Orgel eingeschaltet und voilà: Central Park is back - mit der Magie von damals und den nie veröffentlichten Original-Aufnahmen jener Zeit (1985-1989).

Expect the unexpected - expect Central Park!
















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